Wir hatten wahnsinnig tolle Berichte vom Nationalpark gelesen und gerade die Aussicht auf viel Natur hat uns besonders gereizt. Auch die Hütten auf dem Wasser sahen wahnsinnig hübsch aus. Trotzdem hat uns die Vorgeschichte schon fast die Lust auf den Park genommen, was sich aber im Verlauf zum Glück gewendet hat.

Das Drama im Vorfeld

Wir wollten auf dem See übernachten und haben natürlich entsprechende Angebote bei den üblichen Buchungswebsites gesehen. Diese waren echt teuer, aber das schien der normale Preis zu sein. Zusätzlich zu den saftigen Übernachtungskosten würde noch der Transfer zur Unterkunft kommen, und wir müssten eigentlich noch Touren buchen, außerdem war nicht klar, wie wir alles mit der Ankunft unseres Fliegers timen sollten.
Dazu kam, dass die Kommunikation mit dem Anbieter komplett durcheinander lief, er uns ständig andere Angebote machte, an unterschiedlichen Punkten im Stausee, zu unterschiedlichen Preisen, sodass wir uns überhaupt nicht mehr darauf verlassen konnten, was überhaupt passieren würde.
Irgendwann haben wir es aufgegeben und uns entschieden, eine Übernachtung vor Ort in einer der zahlreichen Unterkünfte zu buchen und von dort aus weiter zu planen, weil diese auch immer Touren zum Park angeboten haben. Genau das erwieß sich als richtige Entscheidung!

Erster Stop: Our jungle camp eco resort

Die Auswahl an Unterkünften ist riesig, wir haben uns schließlich für das Eco Resort entschieden. Dort hat man eine Abholung in einem privaten Taxi für uns vom Flughafen Surat Thani organisiert. Mit einem Sammeltaxi wären wir hier deutlich günstiger gekommen, so ging es eben schneller und bequemer. Aber im Nachhinein hätte man sich das Geld sicher sparen können.
Ihr landet nach einigen Kilometern Fahrt tatsächlich mitten im Dschungel. Die Hütten sind einfach und haben keine Klimaanlage, das ist aber auch völlig ok und ökologisch sicher die sinnvollste Variante. Es kann aber auch dazu führen, dass Ihr die eine oder andere Bekanntschaft mit einem tierischen Bewohner macht. Auf dem Gelände gibt es ein gutes Restaurant, ansonsten könnt Ihr auch einfach die Ruhe (und die Hängematten) genießen und euch ein wenig akklimatisieren.

Blick aus unserer Hütte auf die Eco Lodge

Zweiter Stop: Im Nationalpark

Von unserer Unterkunft haben wir eine Tour mit Übernachtung im Nationalpark gebucht. Das klappte super, am nächsten Morgen holte uns ein Minibus ab, sammelte noch jede Menge anderer Touristen an anderen Unterkünften ein, hielt in einem kleinen Städtchen, um sich noch mit dem nötigsten einzudecken und lieferte uns schließlich am östlichen Ende des Stausees ab. Dort zahlt man den Eintritt für den Nationalpark, steigt auf ein Longtailboat und fährt anschließend zu seiner Unterkunft.
Hier bekommt man zum ersten Mal einen Eindruck von der Größe des Sees. Ihr fahrt nämlich nicht ein paar Minuten, sondern wirklich lange, weshalb Ihr euch auch gut mit Sonnencreme eindecken solltet! Besonders ruhig ist es zu diesem Zeitpunkt noch nicht, weil überall die Boote unterwegs sind und eintreffende und abreisende Touristen über den See fahren bzw. die einzelnen Unterkünfte mit Essen und allem anderen versorgen.
Trotzdem ist es absolut beeindruckend, zwischen den Felswänden hindurch zu fahren und immer mal wieder in den Buchten Ansammlungen der schwimmenden Häuschen zu sehen.

Ankunft an unserem Heim für die nächste Nacht

Wir kamen irgendwann bei unseren Hütten an. Wir hatten Glück und eine Hütte mit eigener Toilette und Dusche bekommen, das gibt es auch deutlich einfacher. Für eine Nacht am Ende der Welt war das aus unserer Sicht aber völlig in Ordnung. Es hat ein bisschen das Feeling einer Klassenfahrt, schließlich seid Ihr den ganzen Tag mit eurer Gruppe unterwegs. Wir hatten nach dem Eintreffen erstmal ein wenig Zeit, weshalb wir kurz in den See gesprungen sind. Das Wasser ist wärmer als gedacht, tut aber trotzdem wahnsinnig gut. Es gibt auch einfache Kajaks, die man sich einfach nehmen kann.
Anschließend ging es mit der Gruppe und unserem Guide auf eine kleine Dschungelwanderung, wo wir diverse Tiere gezeigt bekommen haben. Dazu muss man aber auch sagen, dass wir echtes Glück mit unserem Guide hatten, der uns alles mögliche gezeigt und erklärt hatte und sich dabei wahnsinnige Mühe gab. Anschließend ging es noch in eine Höhle, die teilweise unter Wasser steht und in der man auch mal schwimmen muss. Das ist schon echt abenteuerlich, aber wer damit nicht so richtig zurecht kommt, kann auch davor warten.

Ein wenig Dschungelfeeling im Nationalpark


Zurück ging es mit dem Boot und anschließend gab es im zentralen Bereich Abendessen. Dieses war eher zweckmäßig als lecker, aber ansonsten völlig ok. Während der ganzen Zeit konnten wir beobachten, wie immer weiter Wolken aufzogen und irgendwann auch die ersten Blitze zu sehen und der Donner zu hören war. Irgendwann zog das Gewitter über uns hinweg und hielt auch noch lange in der Nacht, erstaunlicherweise mit gigantischen Wassermengen und dafür aber wenig Wind. Ein sehr beeindruckendes Erlebnis auf dem See!

Der Morgen nach dem Gewitter

Am nächsten Morgen ging es sehr früh los zu einer kleinen Bootssafari. Vom Boot aus konnten wir einige Tiere beobachten, bevor es zurück zum Frühstück ging. Wir packten unsere Sachen uns anschließend ging es mit dem Boot zurück, wobei wir unterwegs noch eine weitere Höhle angesehen haben und Mittagessen auf einer Landzunge bekamen.

Felsen im Nationalpark

Irgendwann am frühen Nachmittag landeten wir dann wieder am Besucherzentrum, von wo aus unsere Reise weiter ging. Dieses Mal in Richtung Süden, mit einem echt abenteuerlichen Gepäcktransfer!
Auf jeden Fall war das genau der richtige Weg und deutlich günstiger, als unsere ursprünglich geplante Übernachtung auf dem See!

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