Von Playa Larga ging es für uns nach Cienfuegos. Unterwegs hatten wir noch ein Erlebnis der besonderen Art, so überholte uns ein Polizeiauto und forderte uns zum Anhalten an. Nachdem sie dies mit den anderen Fahrzeugen auf der Straße ebenfalls taten, waren wir uns sicher, dass wir nichts falsch gemacht hatten, aber den Grund konnten wir trotzdem nicht erkennen. Nachdem ewig nichts passiert, setzte unsere spontan gebildete Kolonne ihre Fahrt fort, nur um einige Meter weiter hinten wieder auf ein entgegenkommendes Polizeiauto zu treffen, dessen Insassen wild winkend erneut zum Stop aufforderten. Ein paar Minuten später wussten wir dann auch warum: Wir waren genau auf der Strecke eines größeren Radrennens unterwegs!
Dennoch kamen wir irgendwann weiter und sind in Cienfuegos gelandet. Ein deutscher Podcaster hat es eigentlich schön beschrieben: „Cienfuegos sieht so aus, wie man sich Havanna vorstellt“. Insbesondere das Zentrum Cienfuegos ist deutlich besser im Schuss, als es in Havanna der Fall ist. Die Gebäude sind zu einem Großteil renoviert und es herrscht eine tolle Atmosphäre.

In den Straßen von Cienfuegos

Am interessantesten ist sicherlich der Innenstadtbereich westlich des Prado und südlich der Av. 58. Der Parque José Marti ist schön angelegt und man findet eine Fußgängerzone durch die man wunderbar schlendern kann.
Ebenfalls nicht entgehen lassen sollte man sich den Sonnenuntergang am Malecon, was sich wunderbar mit einem Spaziergang ans südliche Ende von Cienfuegos Richtung Punta Gorda verbinden lässt. Auf der Halbinsel findet man alte Villen, die teilweise auch mittlerweile Bars und Restaurants beinhalten.

Sonnenuntergang am Punta Gorda


Wir haben die Gelegenheit genutzt und sind mit der Fähre vom Fährterminal zum Castillo de Jagua gefahren. Ist die Fahrt noch spottbillig, kostet das kleine Museum in der Burg natürlich (wie alles in Kuba) Eintritt, was sich aber dank des Blicks über die Bucht von Cienfuegos durchaus gelohnt hat.

Auf dem Castillo de Jagua

Unsere Tipps zu Cienfuegos:
Versucht bei Jesus und seiner Familie eine Unterkunft zu bekommen! Super netter Gastgeber, wahnsinnig hilfreich und die Lage ist auch perfekt um Cienfuegos zu Fuß zu erkunden: https://www.airbnb.de/users/show/115927319
Abends kann man sich entweder einfach an den Malecon setzen und Sonnenuntergang schauen, sich chic machen und in den Palacio del Valle gehen, oder die Bar auf dem Dach des Hotel La Union besuchen.
Am Parque José Marti gibt es am südwestlichen Ende ein weißes Gebäude mit kleinem Türmchen, welches man hervorragend als Aussichtspunkt nutzen kann. Es kostet ein bisschen Eintritt, aber das hat sich aus unserer Sicht definitiv gelohnt!

Blick über den Parque José Marti

Von Cienfuegos sind wir nach Trinidad gefahren, wobei wir unterwegs auf ein absolutes Highlight unserer Reise gestoßen sind: Den Salto El Nicho!

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