Durchaus mit etwas Wehmut haben wir die Fattoria dei nonni verlassen. Aber unser Urlaub war nicht besonders lang und wir wollten ja noch einiges von Sizilien sehen. Zum Pflichtprogramm gehört dabei sicherlich Taormina und wir wurden nicht enttäuscht.
Allerdings war das Ziel natürlich nicht, schnellstmöglich von A nach B zu kommen, also namen wir die Landstraße nach Westen und umrundeten so den Ätna auf dieser Seite. In unserem Reiseführer fanden wir einen Vorschlag für eine Wanderung, die sich nicht allzu schwer anhörte und dennoch etwas Abenteuer versprach. Sie führte nicht direkt zum Monte Spagnolo südlich von Randazzo, aber zumindest in die Nähe des Gipfels. Es ging durch Lavafelder mit einer beeindrucken Geschichte und noch beeindruckenderer Größe. Kaum vorstellbar, wie es für die Bewohner der Gegend sein muss, wenn der Ätna deren Existenz bedroht.
Die Wanderung war nicht besonders schwierig und es war zum Glück auch nicht so heiß wie in den folgenden Tagen. Die Beschfreibung insbesondere des Startpunkts in unserem DuMont Reiseführer war dagegen nicht besonders gut. Aber Ihr seid schlauer und lest diesen Beitrag, deswegen seid Ihr deutlich im Vorteil!

Der Wanderweg führt euch durch riesige Lavafelder


Die Wandertour ist im Reiseführer als „Monte Spagnolo – Ätna-Wandertour für Einsteiger“ bezeichnet. Wenn Ihr so wie wir von Südwesten kommt und die SS284 fahrt, müsst Ihr vor Randazzo rechts auf die Strada Provinciale Etna Settentrionale o Quota Mille abbieten, auch als Panoramastraße bezeichnet. Von dieser Straße geht es irgendwann auf einen geschotterten Weg, der euch noch einige Höhenmeter nach oben bringt. Startpunkt ist die Case Pirao. Ihr könnt euch dort hin mit Google Maps navigieren lassen, nehmt aber einfach die Wege, die befahrbar aussehen. Die ganz schmalen Wege sind natürlich Quatsch und müssen nicht befahren werden! Vor dem Startpunkt gibt es eine Schranke und einigermaßen viel Platz zum Parken.

Um euch die Orientierung zu erleichtern, hier noch der Link zum Track unserer kleinen Wanderung:

Wir waren sehr alleine während unserer Wanderung, nur am Rifugio Monte Spagnolo tragen wir auf eine größere Wandergruppe des italienischen Alpenvereins.
Insgesamt eine tolle Runde, die sich absolut gelohnt hat!

Aussicht auf Randazzo im Tal

Wir haben etwas über 3 Stunden gebraucht, ohne uns besonders beeilt zu haben, aber auch ohne längere Pausen.
Weiter ging es Richtung Westen bis zum Meer nach Taormina. Aber zunächst wollten wir in unsere Unterkunft, bei der die Bewertungen bei Booking.com schon von einer abenteuerlichen Anfahrt berichteten und die nicht zuviel versprachen!

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