Taormina ist deutlich kleiner als Catania und ein wirklicher Touristenmagnet. Waren wir in den letzten Tagen eher in ruhigeren Gefilden unterwegs, ging es hier richtig zur Sache.
Was wir bei der Planung nicht so richtig wahrgenommen haben, sind die immensen Höhenunterschiede, auf die man hier trifft. Klar, wir haben von der Seilbahn zum Strand gelesen und auch, dass es das Bergdorf Castelmola gibt. Aber vor Ort war es doch nochmal deutlich anders, als wir es uns vorgestellt haben!

Blick von unserer Unterkunft nach Toarmina, Castelmola und das Meer

Unsere Unterkunft für zwei Nächte war die Casale di Caterina. Dank Navigation und der vorhadenen Beschilderung gut zu finden, ist sie doch weiter weg von Taormina, als wir gedacht haben. Gar nicht mal was die Entfernung betrifft, aber zwischen Taormina und unserer Unterkunft liegt ein tiefes Tal. Die Aussicht auf Castelmola, Teile von Taormina und die Bucht ist dafür wirklich super! Allzu zimperlich sollte man jedoch nicht sein, will man selbst mit dem Auto hier hoch fahren. Es geht schon mal enger zu und die Straßen sind nur bedingt dafür gemacht, dass zwei Fahrzeuge aneinader vorbei fahren können!
Wir sind gut gelandet und wollten anschließend natürlich Taormina sehen! Also ging es die ganze Strecke wieder runter und auf der anderen Seite hoch. Ihr könnt wirklich gut in einem Parkhaus direkt am Beginn des Zentrums parken und euch dann zu Fuß auf Entdeckungsreise begeben.
Wie oben schon geschrieben, hier wird es wirklich touristisch. Das ist aber auch durchaus verständlich, die Altstadt ist sehr sehr schön mit ihren engen Gässchen und den vielen kleinen Läden. Wer noch ein paar Andenken shoppen will, ist hier also auch gut aufgehoben.

Abendstimmung in den Gassen von Taormina

Eine Empfehlung und Warnung zugleich müssen wir noch aussprechen. Trotz vieler Italienbesuche sind wir bisher nicht wirklich auf Arancini gestoßen. In Taormina gibt es die Rosticceria da Cristina, wo Ihr hervorragend mit der Sucht beginnen könnt! Hier haben wir mit Abstand die besten Arancini unseres Urlaubs gegessen und sind seitdem ein wenig angefixt. Also, wenn Ihr euch des Risikos bewusst seid, dann ist das unsere Empfehlung. Ansonsten müsst Ihr damit leben, vermutlich nur noch selten so gute Arancini zu euch nehmen zu können!

Ganz großes Kino: Das Teatro Greco!

Ihr kennt das sicher, wenn Ihr vor einer Sehenswürdigkeit steht und überlegt, ob sich der Eintritt lohnt oder man Zeit und Geld nicht anders sinnvoller verwenden kann. Hier können wir sagen, es hat sich absolut gelohnt, aber wir hatten auch riesiges Glück!
Das griechische Theater liegt hoch über dem Wasser und ist nur noch teilweise erhalten. Dennoch findet hier noch wirklicher Theater-Betrieb statt und das war unser Glück. Wir waren recht spät dran an diesem Tag und so kam es, dass das Orchester gerade mit seinen letzten Proben begann, um sich für die abendliche Vorstellung vorzubereiten. Zusammen mit dem Sonnenuntergang, welchen wir zwar aufgrund der anstehenden Aufführung nicht komplett im Theater verbringen konnten, ein absolut einmaliges Erlebnis und ein Vorgeschmack, wie großartig hier eine Aufführung wirklich sein muss. Direkt hinter der Bühne erschließt sich der Blick auf Taormina, die umliegen Hügel bis zum Ätna und das Mittelmeer!

Im Theatro Greco

Schnorcheln an der Isola Bella

Bekannt ist Taormina auch für seinen Strand mit der kleinen vorgelagerten Insel. Auch wir wollten die Gelegenheit nutzen und buchten im Nike Diving Center eine Schnorcheltour. Vorab, die Parksituation an der Uferstraße ist die Hölle oder zumindest sehr nahe dran! Fahrt an dem Strandbereich vorbei und wenn Ihr nicht sofort einen Parkplatz findet, dann nehmt die Tiefgarage kurz danach auf der linken Seite.

Bereit für die Schnorcheltour

Grundsätzlich ist die Bucht sehr schön, von unserer Schnorcheltour waren wir aber wenig begeistert. Unser Guide war nicht nur völlig unmotiviert uns irgendetwas zu zeigen, er passte auch überhaupt nicht auf, wo sich die Teilnehmer bewegten. Zum Schluss ließ er sogar die anderen Teilnehmer allein und sagte, sie können direkt zur Station zurück schnorcheln. Nein, es war nicht weit, es war auch nicht sonderlich gefährlich, aber da er uns überhaupt nicht kannte und nicht wusste, wie fit wir alle sind, halten wir es für ein sehr fahrlässiges Verhalten. Gerade, da das Diving Center auch mit dem PADI Logo wirbt, könnte man hier etwas professionelleres Verhalten erwarten!
Die Bucht ist dennoch schön, also ist der Versuch bei einem anderen Anbieter sicher sinnvoll!

Für uns ging es nach zwei Nächten weiter Richtung Süden!

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