Wir kamen aus Las Terrazas und Soroa nach Vinales und waren erstmal wie in einer anderen Welt. Haben wir vorher immer mal vereinzelt Touristen gesehen, war hier auf einmal richtig viel los. Gefühlt sieht man an der Mehrheit der Häuser das Symbol für die Casa Particulares und prompt war in der Unterkunft, die wir uns vorher angesehen haben, kein Platz für uns. Aber wir haben es weiter versucht und sind schließlich in der Casa Oscar untergekommen: https://vinalesrent.com/detalles/casas/oscar
Erstmal hatten wir echte Bedenken, weil im Innenhof laute Musik lief und es allgemein eher unruhig war, aber das beschränkte sich tatsächlich komplett auf unsere Ankunft.

Tabakfelder in Vinales


Auf Nachfrage bekamen wir das Angebot, dass wir noch am gleichen Abend eine Wandertour mit einem Führer machen können. Ein wenig ärgerlich war, dass wir beim Preis etwas falsch verstanden hatten und dachten, dass das der Gesamtpreis war, tatsächlich war der Preis pro Person gemeint. Aber nun gut, die Wanderung hatte sich dennoch gelohnt. Mit unserem Führer ging es raus aus dem Städtchen in die Tabakfelder. Die rote Erde machte einen wahnsinnig tollen Kontrast und der Sonnenuntergang über den Feldern war ein Traum! Wir konnten sehen, wie Tabak getrocknet wird und wie Zigarren gerollt werden. Im Prinzip kann man die Wanderungen auch auf eigene Faust unternehmen. Dann würde ich allerdings zusehen, mir irgendwo einen Track zu besorgen, um sich nicht im Wirrwarr der Feldwege zu verlaufen und am Ende irgendwelches Privatgelände mit Hunden kreuzen zu müssen und natürlich auch so zeitig losgehen, dass man nicht in die Dämmerung hinein läuft.

Die Dämmerung und die einzigartige Landschaft garantieren jede Menge Postkartenmotive


Als wir an der Casa zurück waren, war es bereits Dunkel, woraufhin wir uns in das Touristengetümmel gestürzt haben.
Abends ist die Durchgangsstraße oft komplett für Fahrzeuge gesperrt und es sind kleine Stände aufgebaut. Überall gibt es Restaurants, die durchaus auch internationale Küche anbieten.
Sehr gemocht haben wir den Jardin del Arte Sano, wo es kleine Snacks und vor allem leckere Cocktails gibt: https://goo.gl/maps/agjWt5bZpeZg5w4y7

Platz an der Hauptstraße von Vinales

Wenn man sowieso mit dem Mietwagen unterwegs ist, kann man gut die Cueva Santo Tomas und das Mural de la Prehistoria miteinander verbinden. Die Cueva ist das größte erschlossene Höhlensystem Kubas und immerhin das drittgrößte Lateinamerikas. Hier geht man nur mit einer Führung rein und man muss ein wenig Glück haben, um nicht allzu lange warten zu müssen. Dann bekommt man allerdings einen Helm und eine Stirnlampe, sinnvollerweise hat man vorher schon einigermaßen festes Schuhwerk und Klamotten an, welche dreckig werden können. Der Weg zur Höhle geht schon relativ steil den Hügel hinauf und in der Höhle geht es ständig hoch und runter. Wir hatten in der Gruppe auch recht kleine Kinder die das super gemacht haben, aber auf etwas Kraxelei sollte man sich schon einstellen.

In der Cueva Santo Tomas

Auf dem Rückweg sind wir am Mural de la Prehistoria vorbei gefahren. Dabei handelt es sich um ungefähr 180m langes Wandgemälde, welches die Evolutionsgeschichte darstellt. Durch die Umwelteinflüsse muss es permanent nachgebessert werden, was es noch beeindruckender macht. Auch hier kann man noch etwas die Umgebung erkunden, für das leibliche Wohl sorgt ein Restaurant auf dem Gelände.

Das Mural de la Prehistoria

Vinales bietet sich auch an, um weiter Richtung Westen nach Maria La Gorda zu fahren oder einen Tagesausflug nach Cayo Levisa oder Cayo Jutias zu unternehmen. Da wir noch einiges an Programm vor uns hatten, haben wir darauf verzichtet. Eine der längeren Etappen mit dem Auto lag vor uns und führte uns nach Playa Larga.

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